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Inselhopping
"Inselhopping" von Juist nach Langeoog

Im Juni 2000 sind wir, 4 Erwachsene und ein Kind, von Greetsiel zu unserem „Inselhopping“ gestartet. Wir wollten die Ostfriesischen Inseln mit dem Kajak erkunden. Die Idee ist uns auf einer Tagestour nach Norderney gekommen, als uns die Nordsee mit ihrem leichten Wellengang und ihrer einmaligen Stimmung verwöhnte. Wir wollten mehr davon und beschlossen eine größere Tour zu planen. Wir planten verschiedene Touren als Vorbereitung. Unter anderem ins Watt oder mit dem ganzen Gepäck 4 Tage den Rhein hinunter, um die Wellentauglichkeit der Boote bei voller Beladung zu testen. Der Wind hatte 2-3 Windstärken und kam aus westlicher Richtung. Soviel zu den guten Wetterbedingungen. Ansonsten war es stark bewölkt. Die Regenwahrscheinlichkeit lag bei 20%, es war kalt und dieses waren auch die Aussichten für die weiteren Tage. Wir beschlossen trotzdem zu starten, auch wenn eine Rückfahrt per Fähre nicht ganz unwahrscheinlich war. Diese Möglichkeit wollten wir auf jeden Fall nutzen, wenn das Wetter zum Weiterpaddeln zu schlecht würde. Die Stimmung wurde erst besser, als zur Überraschung aller das ganze Gepäck in die Boote passte. Die erste Etappe ging zur Seeschleuse und von da aus auf das Wattenmeer in Richtung Juist. Von Juist war zunächst nichts zu sehen, da die Sicht für die 14 km nicht ausreichte. Wir konnten aber einige Seezeichen erkennen und steuerten die Insel nach Kompass an.

Jedes Seezeichen, das wir passierten, wurde mit der Seekarte abgeglichen, bis Juist aus dem Dunst hervortrat und wir irgendwann die Hafeneinfahrt erkennen konnten. Wir sind mit ablaufendem Wasser losgefahren und bald konnte man mit dem Paddel den Boden ertasten. Auf der letzten Sandbank vor Juist war das Wasser dann so flach, dass der Zweier durchs Wasser gezogen werden musste. Im Hafen von Juist wartete die nächste Herausforderung auf uns. Die Rampe, an der wir aussteigen wollten, war durch den Schlick so glitschig, dass der Ausstieg zu einem Akt höchster Geschicklichkeit wurde. Dank eines Seiles, einiger Passanten und jeder Menge kluger Ratschläge gelang uns aber doch das Unmögliche. Die Boote ließen sich dafür ganz einfach an Land ziehen.  Von Juist ging es am nächsten Tag noch bei auflaufendem Wasser weiter nach Norderney. Vorbei an Juist zeigte sich auch die Sonne von ihrer schönsten Seite. Die See war ruhig und wir konnten die Fahrt in vollen Zügen genießen. Erst im Seegatt zwischen den beiden Inseln wurden die Wellen zu Wogen, die uns imposant auf und ab bewegten. Achten mussten wir auf die zahlreichen Fähren, die von Norddeich aus Norderney ansteuern. Da wir uns auf dem Wasser etwas mehr Zeit genommen hatten, mussten wir dann vor der Hafeneinfahrt mit einer erheblichen Gegenströmung kämpfen, die zum Schluss der Fahrt noch mal alle Kräfte forderte. Auf der Wattseite setzten wir unsere Fahrt am nächsten Morgen fort. Vorbei am Leuchtturm von Norderney war unser nächstes Ziel Baltrum, die kleinste und ruhigste der ostfriesischen Inseln. Eine bekannte Wegemarke auf dem Weg dorthin ist das Schiffswrack am Ost-Ende von Norderney mit einer Seehundbank, auf der ca. 80 Tiere in der Sonne lagen. Diese Seehundbank weiträumig umfahrend, wurden wir doch von einigen Tieren ein Stück begleitet, die uns auf ihre einmalige Art neugierig anschauten. 

Baltrum verließen wir am darauf folgenden Tag seeseits. Der Wind kam wieder aus westlicher Richtung und die Windstärke 3 war ganz nach unserem Geschmack. Entlang des Badestrandes ging es bei welliger Nordsee zum Ende der Insel, wo noch eine kurze Pinkelpause für den jüngsten Teilnehmer eingelegt werden musste, bevor es dann durchs Gatt auf die Wattseite von Langeoog ging. Das Wetter machte uns bei dieser Tour immer mehr Sorgen. Morgens war es noch sehr schön, doch es zog sich immer mehr zu. Über dem Festland bildeten sich immer mehr Gewitterwolken und der Wind wurde kräftiger. Wir haben deshalb das Gatt so schnell wie möglich überquert und sind dann immer recht dicht am Ufer zum Hafen von Langeoog gefahren, damit wir bei Gewitter ganz schnell an Land konnten. Wir konnten aber feststellen, dass das Gewitter über dem Festland blieb und uns die Sonne im Hafen von Langeoog wieder begrüßte. In Langeoog beendeten wir dann am nächsten Tag unsere Fahrt. Der Wind frischte auf 4 Windstärken auf, so dass die beiden Einer mit einem Frachtschiff nach Bensersiel fuhren. Der Zweier kämpfte sich noch mal durch die Wellen und kam 20 Minuten später im Hafen an.

Im Hafen von Bensersiel

!!! Wir weisen dringend darauf hin, dass das Befahren der Nordsee oder des Wattenmeeres nur für erfahrene Kanuten und mit einer entsprechenden Ausrüstung möglich ist. Alles andere wäre gefährlicher Leichtsinn !!! Autor: Peter Reintjes

Die Kanu-AG der THOMAS-MORUS-SCHULE

 Die Grundidee eine solche Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule einzugehen ist kurz erzählt. Die Schule kann mit einem so attraktiven Zusatzangebot ihren Unterricht sinnvoll und abwechslungsreich ergänzen, der Kanuverein kann auf diese Weise Werbung betreiben um potentiell neue Interessenten von dieser schönen und vielseitigen Sportart zu begeistern. Die Teilnehmer erleben das Wasser aus einer meist ungewohnten, neuen Perspektive in einem bekannten Gruppengefüge. So bietet die Kanu-Anfänger-AG für alle Seiten Vorteile. Im konkreten Fall wurde die Ausbildung von einer Lehrkraft der Schule (mit entsprechender Fachkenntnis) geleitet, unterstützt vom Jugendwart (und Fachübungsleiter) des Vereins bzw. einem engagiertem Jugendlichen und FÜL-Anwerter aus der OKC-Jugendgruppe. Der Verein stellte gegen eine `pädagogische` Kursgebühr die Vereinsinfrastruktur zu Verfügung (Bootshaus, Bootsmaterial, Anleger, Bootsrutsche). Während der insgesamt 5 Termine konnten die Teilnehmer die Grundlagen des Kajakfahrens erlernen. Zunächst mußte sich natürlich mit dem Material vertraut gemacht werden. Erste Versuche auf dem stehenden Wasser des Osnabrücker Stichkanals im Wassersportzentrum zeigten, daß das Geradeausfahren in den folgenden Terminen noch weiter ausgefeilt werden mußte. Nach dem Erlernen und Anwenden der Grundtechniken stand dann als Höhepunkt des Kurses die Abschlußfahrt auf der Hase an. Hier konnte bei schwacher bis mäßiger Strömung auf mögliche Gefahren aber auch auf die Reize des Paddelns auf Fließgewässern hingewiesen werden. So war das Strömungsverhalten in Außen- bzw. Innenkurven, das besondere an Baumhindernissen und das Kehrwasserfahren Themen an denen die Teilnehmer den Unterschied zum Kanal erfahren bzw. erpaddeln konnten. Auch das umweltgerechte Verhalten auf Kleingewässern (Vermeidung von Uferkontakten, auch in Kleingruppen auf genügend Abstand achten...) stand auf dem Programm.Die gute Stimmung und der Spaß mit dem alle Beteiligten im Boot und teilweise auch im Wasser dabei waren, hilft bestimmt dabei auch in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit Schule/Verein weiter auszubauen. Auch durch den Anbau eines neuen Sanitärtraktes, die weiterhin geplante Optimierung des vereinseigenen Bootsbestandes und nicht zuletzt auch die Förderung der internen Fachausbildung von Mitgliedern sollte in den kommenden Jahren die äußeren Bedingungen einer solchen Zusammenarbeit noch weiter unterstützen. Wir freuen uns schon jetzt darauf...

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Osnabrücker Kanu-Club
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